Freitag, 16:30 Uhr: Der Markt ist voll, die Wochenend-Aktion steht – und schnell soll noch ein Social-Media-Post online gehen. Genau da passieren die typischen Patzer: ein Spruch, der zu jugendlich klingt, ein Party-GIF, das mehr „Saufen!“ als „Angebot!“ schreit – oder die Kennzeichnung fehlt. Das ist nicht nur ein rechtliches Thema, sondern auch relevant in puncto Vertrauen und Umsatz: Wer online unseriös wirkt, verliert Kundschaft – und im Zweifel auch Reichweite.

 

Die Grundregel

Werbung muss als solche erkennbar sein und gekennzeichnet werden. Alkoholwerbung ist grundsätzlich erlaubt – aber reguliert. Entscheidend ist der Jugendschutz: Inhalte dürfen sich nicht an Minderjährige richten und riskanten Konsum weder fördern noch verharmlosen. Heikel sind z. B.:

  •  Trinkspiel- oder „Challenge“-Narrative
  • „Rausch ist cool“-Botschaften
  • Mutproben: „Zieh durch!“, „Wer kann mehr?“

Wichtig: Bedenken Sie nicht nur den Text – sondern auch Bilder, Emojis und Kontext. Ein harmloser Preis-Post kann mit dem falschen GIF plötzlich wie eine Konsumaufforderung wirken.

 

Zwei Negativbeispiele aus dem Handel

  1. Angebots-Post mit falschem Vibe: „Feierabend – wer zieht durch?“ plus Party-GIF zur Bieraktion. Das wirkt schnell wie eine Konsumaufforderung. Besser: sachlich bleiben (Produkt + Preis + Zeitraum), keine „Challenge“-Sprache. Merksatz: Angebot kommunizieren – nicht Stimmung machen.
  2. Influencer ohne klare Richtlinien einbinden: Kooperationen sind möglich, wenn die Werbekennzeichnung sauber ist und die Partner kein sehr junges Publikum haben. Praxis-Tipp: Vorgaben sollten vorab schriftlich fixiert werden (Formulierungen, Kennzeichnung, Bildsprache, No-Gos).

     

Kanäle: kurz bewertet

Eigene Social-Media-Kanäle

Um Alkoholwerbung hier zu platzieren, sollten Sie Ihre Kanäle sichtbar „ab 18“ ausrichten und verantwortungsvoll formulieren. Dabei hilft ein Profilhinweis: „Dieser Kanal bewirbt alkoholhaltige Getränke und richtet sich an Erwachsene. Teilen Sie die Inhalte deshalb nicht mit Minderjährigen.“

 

Angebots-Apps (Shopfully/Bring)

Diese Apps funktionieren wie ein digitaler Prospekt – daher sollte hier sachlich kommuniziert werden (Abbildung + Preis + Zeitraum).

 

Messenger-Dienste (WhatsApp)

Da hier keine einwandfreie Altersprüfung gegeben ist, sind solche Kanäle hochriskant für Alkoholwerbung. Auch Broadcast-Werbung sollte nicht unaufgefordert stattfinden.

 

5‑Punkte‑Check vor dem Post (30 Sekunden, die Ärger sparen)

  1. Werden eindeutig Erwachsene adressiert? (Text / Bild / Emojis)
  2. Keine Exzess- / Trinkspiel‑Aufforderungen
  3. Werbung / Kooperationen klar kennzeichnen
  4. Kanal passend gewählt? (Messenger eher vermeiden)
  5. Keine positiven Effekte zuschreiben (z. B. Stressabbau)

 

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ALKOHOLWERBUNG AUF SOCIAL MEDIA

Was erlaubt ist

Freitag, 16:30 Uhr: Der Markt ist voll, die Wochenend-Aktion steht – und schnell soll noch ein Social-Media-Post online gehen. Genau da passieren die typischen Patzer: ein Spruch, der zu jugendlich klingt, ein Party-GIF, das mehr „Saufen!“ als „Angebot!“ schreit – oder die Kennzeichnung fehlt. Das ist nicht nur ein rechtliches Thema, sondern auch relevant in puncto Vertrauen und Umsatz: Wer online unseriös wirkt, verliert Kundschaft – und im Zweifel auch Reichweite.

REZEPTE

DIE 2010ER JAHRE

Smartphone in der Hand, Weltgeschehen im Feed

Krisen, Klimadebatten und Proteste treffen auf Streaming, Sneaker und Social Media. Konsum wird bewusster, Genuss vielfältiger, der Alltag digital – ein Leben im Dauerstrom. Die 2010er sind das Jahrzehnt, in dem das Internet wirklich im Alltag ankommt – nicht mehr über den PC, sondern direkt in der Handfläche. Das Smartphone wird zum ständigen Begleiter: Apps organisieren den Tag, Messenger ersetzen SMS, Streamingdienste machen Musik, Serien und Filme jederzeit verfügbar. Kommunikation, Unterhaltung und Shopping verschmelzen – vieles passiert parallel und scheinbar nebenbei.

MARKTENTWICKLUNG

ORDNUNG, DIE VERKAUFT

Erfolgreiche Warenplatzierung mit Category Management

Die Warenplatzierung hat einen entscheidenden Einfluss auf Orientierung, Einkaufserlebnis und Umsatz. Da Kundinnen und Kunden überwiegend im Selbstbedienungsmodus einkaufen, kommt dem Regal eine zentrale Rolle im Verkaufsprozess zu. Eine durchdachte Platzierung erleichtert es, Produkte schnell zu finden, fördert Zusatzkäufe und sorgt gleichzeitig für eine klare, übersichtliche Marktstruktur. Category Management – auch Warengruppen- oder Sortimentsmanagement genannt – bietet dabei einen Ansatz, Sortiment und Warenplatzierung gezielt aus Kundensicht zu strukturieren.

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