So trinken wir 2026!

Die Zeiten, in denen alkoholische Getränke unangefochten an der Spitze der Getränkekategorien standen, sind vorbei. Seit Jahren verzeichnet der Markt rückläufige Absätze in diesem Segment – ein klarer Auftrag an den Handel, das Sortiment strategisch weiterzuentwickeln. Die Devise: neue Impulse setzen, aktuelle Strömungen aufgreifen und Umsatzpotenziale jenseits von Alkohol erschließen. Denn wer 2026 am Point of Sale überzeugen will, braucht mehr als nur ein gutes Sortiment – gefragt ist ein Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen und Genuss mit Haltung. Zwischen alkoholfreien Innovationen, funktionalen Drinks und globalen Geschmackseinflüssen liegen spannende Chancen für Fachhändler, ihr Portfolio neu zu denken – und erfolgreich in die Zukunft zu führen.

 

Alkoholfrei wird zur Haltung
Der bewusste Konsum von Alkohol ist längst mehr als ein vorübergehender Trend – er wird das Jahr 2026 maßgeblich prägen. Immer mehr Verbrauchende, nicht nur aus der Gen Z, bevorzugen Produkte mit reduziertem oder ganz ohne Alkoholgehalt. Gleichzeitig sinkt die durchschnittliche Konsummenge. Gesundheit, Achtsamkeit und ein aktiver Lebensstil bestimmen den Alltag vieler – und genau das muss sich im Getränkeregal widerspiegeln.

 

Funktionalität trifft Geschmack
Functional Drinks gewinnen weiter an Bedeutung. Ob stressreduzierende Wirkstoffe für mehr Fokus, Kollagen für die Schönheit von innen oder Protein-Wasser im Fitness-Umfeld – wer sein Sortiment zukunftssicher aufstellen will, sollte diesen Trend ernst nehmen. Die Grenzen zwischen Nahrungsergänzung und Lifestyle-Getränk verschwimmen zunehmend – ein spannendes Wachstumsfeld für den Fachhandel.

 

Asia-Vibes im Glas
Kulturelle Einflüsse aus Asien prägen nicht nur Popkultur und Mode, sondern zunehmend auch die Getränkewelt. Soju-Seltzer und Sake-Sodas – längst mehr als Nischenprodukte – treffen hierzulande auf ein neugieriges, experimentierfreudiges Publikum. Der Einfluss von K-Pop, Manga und asiatischer Küche schafft ein Umfeld, in dem solche Produkte bestens ankommen.

 

Exotik mit Spice
Der Wunsch nach außergewöhnlichen Geschmackserlebnissen bleibt ungebrochen. Drinks wie der Spicy Mango Margarita – fruchtig, scharf, überraschend – zeigen, wohin die Reise geht. Zutaten wie Tequila, Orangenlikör, Jalapeños oder Chili-Flocken sorgen für sensorische Highlights, die bei der Kundschaft für Aufmerksamkeit und Begeisterung sorgen. In die gleiche Kategorie fällt die Paloma, ein spritziger Cocktail auf Tequila-Basis. Typischerweise wird sie mit frischer Limette und Grapefruit-Limonade zubereitet – wahlweise mit Soda und frischem Grapefruit-Saft für eine natürlichere Variante. Die Paloma verbindet fruchtige Frische mit einer angenehmen Bitterkeit.

 

Kaffee – wandelbar und cool
Kaffee ist längst Kult – und das nicht nur morgens. Als Zutat in Cocktails erlebt er eine wahre Renaissance. Ob als Espresso Martini oder Cold Brew Highball: Die Bohne zeigt, dass sie auch im Mixgetränk überzeugt. Kaffeelikör, Cold Brew und Co. bieten kreative Spielräume und neue Umsatzchancen.

 

Nachhaltigkeit bleibt gesetzt
Was gestern noch als Trend galt, ist heute Standard: Regionale und nachhaltige Produkte stehen nach wie vor hoch im Kurs. Sie können mit lokalen Brauereien, Brunnen, Brennereien oder Keltereien punkten – authentisch, transparent und umweltbewusst. Herkunft und Qualität sind entscheidende Kaufkriterien, über alle Altersgruppen hinweg.

 

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ALKOHOLWERBUNG AUF SOCIAL MEDIA

Was erlaubt ist

Freitag, 16:30 Uhr: Der Markt ist voll, die Wochenend-Aktion steht – und schnell soll noch ein Social-Media-Post online gehen. Genau da passieren die typischen Patzer: ein Spruch, der zu jugendlich klingt, ein Party-GIF, das mehr „Saufen!“ als „Angebot!“ schreit – oder die Kennzeichnung fehlt. Das ist nicht nur ein rechtliches Thema, sondern auch relevant in puncto Vertrauen und Umsatz: Wer online unseriös wirkt, verliert Kundschaft – und im Zweifel auch Reichweite.

REZEPTE

DIE 2010ER JAHRE

Smartphone in der Hand, Weltgeschehen im Feed

Krisen, Klimadebatten und Proteste treffen auf Streaming, Sneaker und Social Media. Konsum wird bewusster, Genuss vielfältiger, der Alltag digital – ein Leben im Dauerstrom. Die 2010er sind das Jahrzehnt, in dem das Internet wirklich im Alltag ankommt – nicht mehr über den PC, sondern direkt in der Handfläche. Das Smartphone wird zum ständigen Begleiter: Apps organisieren den Tag, Messenger ersetzen SMS, Streamingdienste machen Musik, Serien und Filme jederzeit verfügbar. Kommunikation, Unterhaltung und Shopping verschmelzen – vieles passiert parallel und scheinbar nebenbei.

MARKTENTWICKLUNG

ORDNUNG, DIE VERKAUFT

Erfolgreiche Warenplatzierung mit Category Management

Die Warenplatzierung hat einen entscheidenden Einfluss auf Orientierung, Einkaufserlebnis und Umsatz. Da Kundinnen und Kunden überwiegend im Selbstbedienungsmodus einkaufen, kommt dem Regal eine zentrale Rolle im Verkaufsprozess zu. Eine durchdachte Platzierung erleichtert es, Produkte schnell zu finden, fördert Zusatzkäufe und sorgt gleichzeitig für eine klare, übersichtliche Marktstruktur. Category Management – auch Warengruppen- oder Sortimentsmanagement genannt – bietet dabei einen Ansatz, Sortiment und Warenplatzierung gezielt aus Kundensicht zu strukturieren.

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